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Konzernabschluss

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz,
zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung
und zur Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Note 29

Eigenkapital

Grundkapital und Kapitalrücklagen

Das Grundkapital der Lenzing AG zum 31. Dezember 2012 beträgt 27.574.071,43 EUR (31. Dezember 2011: 27.574.071,43 EUR) und ist in 26.550.000 Stückaktien (31. Dezember 2011: 26.550.000 Stückaktien) eingeteilt. Der auf eine Stückaktie entfallende Anteil am Grundkapital beträgt etwa 1,04 EUR. Jede Stammaktie ist am Kapital im gleichen Ausmaß beteiligt und vermittelt die gleichen Rechte und Pflichten, insbesondere das Recht auf eine beschlossene Dividende und das Stimmrecht in der Hauptversammlung. Der Ausgabebetrag der Aktien ist voll einbezahlt. Andere Klassen von Anteilen sind nicht ausgegeben worden.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Dezember 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital innerhalb von 5 Jahren – allenfalls in Tranchen – gegen Bar- und Sacheinlagen um maximal 13.358.625,00 EUR (entspricht 12.862.500 Stammaktien oder 50% des Grundkapitals per 31. Dezember 2010) zu erhöhen („genehmigtes Kapital“).

Mit Wirkung vom 17. Juni 2011 (erster Handelstag der neuen Aktien) führte die Lenzing AG eine in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 10. Dezember 2010 genehmigte Kapitalerhöhung durch. Es wurden 825.000 Stück neue Aktien ausgegeben. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.

Darüber hinaus wurde der Vorstand mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Dezember 2010 ermächtigt, bis spätestens 9. Dezember 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen auszugeben, die ein Bezugsrecht bzw. eine Umtauschpflicht auf bis zu 12.862.500 Stammaktien (entspricht 50% des Grundkapitals per 31. Dezember 2010) gewähren bzw. vorsehen („bedingtes Kapital“).

Nach Durchführung der Kapitalerhöhung wurde die Stückanzahl der auszugebenden Bezugsaktien und der Wandelschuldverschreibungen auf 12.037.500 Stück verringert.

Bei den Kapitalrücklagen handelt es sich um gebundene Rücklagen der Lenzing AG, die nur zum Ausgleich eines Bilanzverlustes der Lenzing AG verwendet werden dürfen. Sie wurden durch Zufuhr von Mitteln gebildet, welche von den Aktionären über das Grundkapital hinaus der Lenzing AG zugeflossen sind.

Andere Rücklagen

Die anderen Rücklagen enthalten alle kumulierten sonstigen Ergebnisse und setzen sich aus der Fremdwährungsumrechnungsrücklage, der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, der Hedging-Reserve und den versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten zusammen. Die Fremdwährungsumrechnungsrücklage umfasst alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von konsolidierten Tochterunternehmen in die Konzernwährung Euro entstanden sind. In der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind die erfolgsneutralen Bewertungen aus den betroffenen Vermögenswerten, abzüglich von latenten Steuern, erfasst. In der Hedging-Reserve wird der effektive Anteil der Sicherungsgeschäfte aus Cashflow Hedge-Beziehungen bis zur Erfolgswirksamkeit der Grundgeschäfte, abzüglich von latenten Steuern, ausgewiesen. Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste enthalten die erfolgsneutralen Effekte aus der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, abzüglich von latenten Steuern.

Die auf Bestandteile des sonstigen Ergebnisses des Geschäftsjahres entfallenden Beträge setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstiges Ergebnis

TEUR

 

2012

2011

 

Vor
Steuern

Steuer-effekt

Nach Steuern

Vor
Steuern

Steuer-effekt

Nach Steuern

Fremdwährungsumrechnung

-4.236

0

-4.236

17.287

0

17.287

Neubewertung von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar“

494

-124

371

930

-232

697

Cashflow Hedge

24.819

-5.901

18.918

-24.787

5.962

-18.825

Versicherungsmathematische Effekte aus leistungsorientierten Plänen

-16.325

4.079

-12.246

-5.222

1.275

-3.947

Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen

-592

0

-592

0

0

0

 

4.160

-1.946

2.214

-11.793

7.005

-4.788

Die Rücklage zur Absicherung von Zahlungsströmen (Hedging Reserve) hat sich wie folgt entwickelt:

Veränderungen der Hedging Reserve

 

TEUR

 

2012

2011

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge/Aufwendungen aus Cashflow Hedges

 

 

aus Gasswaps

503

-398

aus Devisentermingeschäften

7.554

-8.571

aus sonstigen Derivaten

0

0

 

8.057

-8.969

Umgliederung von Beträge aus Cashflow Hedges,
die ergebniswirksam erfasst wurden

 

 

aus Gasswaps

630

-2.396

aus Devisentermingeschäften

15.946

-13.607

aus sonstigen Derivaten

185

185

 

16.762

-15.818

Summe

24.819

-24.787

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen setzen sich (ohne andere Rücklagen) wie folgt zusammen:

Gewinnrücklagen

 

31.12.2012

31.12.2011

Freie Gewinnrücklagen der Lenzing AG

257.447

257.447

Bilanzgewinn der Lenzing AG nach österreichischem Recht (öUGB)

147.111

133.734

Einbehaltene Gewinne der Tochterunternehmen einschließlich der Auswirkung der Anpassung der Abschlüsse der Lenzing AG und ihrer Tochterunternehmen von den lokalen Vorschriften auf IFRS

548.703

451.735

Summe (ohne andere Rücklagen)

953.261

842.916

Die freien Gewinnrücklagen der Lenzing AG können jederzeit aufgelöst und als Teil des Bilanzgewinnes an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Nach österreichischem Recht können Dividenden nur jeweils aus dem Bilanzgewinn gemäß festgestelltem Jahresabschluss der Muttergesellschaft nach öUGB ausgeschüttet werden.

An die Aktionäre der Lenzing AG wurden folgende Dividenden beschlossen und gezahlt:

Beschlossene und gezahlte
Dividenden der Lenzing AG

Gesamt

Anzahl
der Aktien

Dividende
je Aktie

 

TEUR

 

EUR

Für das Geschäftsjahr 2011 in der ordentlichen Hauptversammlung am 19. April 2012 beschlossene Dividende (Zahlung ab 25. April 2012)

66.375

26.550.000

2,50

Für das Geschäftsjahr 2010 in der ordentlichen Hauptversammlung am 29. März 2011 beschlossene Dividende (Zahlung ab 1. April 2011)

39.874

25.725.000

1,55

Für die Verteilung des Bilanzgewinns 2012 im Jahresabschluss der Lenzing AG nach öUGB unterbreitet der Vorstand folgenden Vorschlag:

Gewinnverteilungsvorschlag für den Bilanzgewinn 2012

TEUR

Das Geschäftsjahr 2012 der Lenzing AG endet mit einem Gewinn
nach österreichischem Recht (öUGB) von

79.752

nach Hinzurechnung des Gewinnvortrages 2011 von

67.359

verbleibt ein Bilanzgewinn von

147.111

Der Vorstand schlägt folgende Verteilung des Bilanzgewinnes vor:

 

Ausschüttung einer Dividende entsprechend einem Betrag von 2,00 EUR je Aktie auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 27.574.071,43 EUR bzw. 26.550.000 Stückaktien

53.100

Auf neue Rechnung werden vorgetragen

94.011

Die Dividende aus dem obigen Vorschlag ist abhängig von der Genehmigung durch die Aktionäre auf der Hauptversammlung und wird daher zum Bilanzstichtag im Eigenkapital erfasst.

Die Dividenden unterliegen grundsätzlich einem Kapitalertragsteuerabzug von 25%. Bei unbeschränkt steuerpflichtigen natürlichen Personen ist damit die Einkommensteuer abgegolten (Endbesteuerung). Unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaften, die zumindest 10% des Grundkapitals halten, sind von der Kapitalertragsteuer befreit. Bei beschränkt Steuerpflichtigen sind zudem die maßgeblichen Doppelbesteuerungsabkommen zu beachten.

Für die Lenzing AG ergeben sich keine ertragsteuerlichen Konsequenzen aus den Dividendenzahlungen an ihre Aktionäre.